Das Ganze ist mehr als die Summe der Einzelteile


EINLEITUNG

Das Aktienangebot von Unigestion basiert auf unserem risikoorientierten Anlageansatz, der seit über 20 Jahren zu hohen risikobereinigten Renditen beiträgt. In der Tat können wir bei diesem Aktien-Investmentansatz die längste Erfolgsbilanz der Branche vorweisen. Diese erfolgreiche Philosophie wenden wir auch bei unseren Volatilitätsstrategien an, und mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in Hedgefonds-Anlagen können wir ein überzeugendes Investmentangebot für das schwierige aktuelle Marktumfeld bieten.

Traditionell war die Portfoliodiversifizierung bei normalen Marktbedingungen ein wirksames Risikomanagement-Tool. In den letzten Jahren hat die Korrelation zwischen traditionellen Anlageklassen wie Anleihen und Aktien jedoch deutlich zugenommen. Damit bietet die Verteilung auf diese Anlageklassen in einem ausgewogenen Portfolio nicht mehr die gleichen Diversifizierungsvorteile wie früher. Alternative Aktienstrategien wie volatilitätsbezogenes Investieren können dazu beitragen, solche Probleme zu überwinden.



Was ist volatilitätsbezogenes Investieren?

Volatilitätsbezogenes Investieren beinhaltet den Einsatz von Optionen. Die Entwicklung des Black-Scholes-Modells in den 1970er Jahren führte zu einem Boom des Optionshandels und verlieh den Optionsmärkten auf der ganzen Welt mathematische Legitimität. Die Black-Scholes-Formel enthält nur einen Parameter, der nicht direkt am Markt beobachtet werden kann: die Volatilität. Dieser Parameter kann jedoch aus dem Preis einer Option abgeleitet werden und wird als implizite Volatilität bezeichnet. Daher kann der Preis einer Option entweder als Prämie in US-Dollar oder als (implizite) Volatilität in Prozent ausgedrückt werden.

Die implizite Volatilität ist ein normalisierter Preis für eine Option, während die realisierte Volatilität die Kosten der Zeichnung einer Option angibt. Ein Anleger, der Optionen mit dem Ziel kauft oder verkauft, ein Engagement in der impliziten Volatilität einzugehen, sichert das zugrunde liegende Risiko ab. Während er dieses Risiko absichert, wird ein Optionsverkäufer systematisch verkaufen, wenn der Basiswert fällt, und kaufen, wenn er steigt. Die realisierte Volatilität ist daher ein guter Indikator für die Kosten, die damit verbunden sind, zu hohen Kursen zu kaufen und zu niedrigen Kursen zu verkaufen.

Beim Verkauf von Optionen erhält ein Anleger die Prämie und übernimmt das Risiko von Kursschwankungen. Theoretisch ist das Risiko unbegrenzt, ähnlich wie bei einem Short Call – mit dem Kauf eines Hedge-Portfolios lässt es sich aber begrenzen.

Warum in Volatilität investieren?

  • Erhöhte Korrelationen zwischen Anleihen und Aktien stellen die traditionelle Asset-Allokation in Frage
  • Die Volatilität bietet Diversifizierung dank geringer Korrelationen zu Anleihen und Aktien
  • Im heutigen Niedrigzinsumfeld bietet die Volatilität eine attraktive Quelle für alternative Erträge

 

Die verschiedenen Arten von Volatilitätsstrategien

Praktiker unterscheiden normalerweise zwischen vier verschiedenen Arten von Volatilitätsstrategien

 

ERWARTETES VERHALTEN DER VOLATILITÄTSSTRATEGIEN

Short-VolatilitätLong-VolatilitätTail RiskRelative Value
Korrelation zu AktienNiedrigNegativSehr negativNull bis niedrig
ErfolgsrateSehr hochNiedrigSehr niedrigHoch
Positive RenditenGeringHochSehr hochMittel
Negative RenditenHochGeringSehr geringMittel
Quelle: Eurekahedge, Bloomberg



Short-Volatilität-Fonds

  • Nettoverkäufer von Optionen
  • Geringe, aber positive Korrelation zu Aktien (etwa 60 %)
  • Hohe Wahrscheinlichkeit für geringe positive Renditen
  • Geringe Wahrscheinlichkeit für hohe negative Renditen
  • Kürzere Erholungszeit als bei einem Aktienengagement
  • Positive erwartete Rendite (vorzugsweise Bezug von Prämien)


Long-Volatilität-Fonds

  • Nettokäufer von Optionen (konstante Long-Volatilität)
  • Negative Korrelation zu Aktien (etwa -30 %)
  • Hohe Wahrscheinlichkeit für geringe negative Renditen
  • Geringe Wahrscheinlichkeit für hohe positive Renditen
  • Negative erwartete Rendite (vorzugsweise Zahlung von Prämien)




Tail-Risk-Volatilität-Fonds

  • Anstreben hoher Gewinne in Phasen extremer Marktbelastung
  • Hohe negative Korrelation zu Aktien bei Marktbelastung
  • Sehr hohe Wahrscheinlichkeit für geringe negative Renditen
  • Sehr geringe Wahrscheinlichkeit für sehr hohe positive Renditen
  • Negative erwartete Rendite / nur positiv bei Marktabsturz


Relative-Value-Volatilität-Fonds

  • Größte Kategorie, bestehend aus sehr unterschiedlichen Strategien, darunter statistische Volatilitäts-Arbitrage-, Dispersions- und Absolute Return-Strategien
  • Wechsel zwischen Long-, Short- und neutralen Volatilitäts-Positionen
  • Keine Korrelation zu Aktien
  • Hohe Wahrscheinlichkeit für positive Rendite
  • Geringe Wahrscheinlichkeit für negative Rendite



Unser Ansatz

Der Schlüssel zum volatilitätsbezogenen Investieren besteht darin, zu verstehen, wie sich jede Strategie verhält, wie die Strategien interagieren und wie das Risiko in Abhängigkeit von der Volatilität bewertet wird. Wir bei Unigestion sind überzeugt, dass der beste Ansatz darin besteht, drei verschiedene Stile zu kombinieren, insbesondere:

  • Carry: Optionalität gegen eine Prämie verkaufen und das Risiko tragen
  • Hedge: Optionalität kaufen, um Verluste zu reduzieren
  • Relative Value: Opportunistische Positionierung zur Ausnutzung von Preisverwerfungen

Ein solcher Ansatz bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Risikostreuung: Hedge und Carry weisen eine negative Korrelation auf, während Relative Value mit keinem der beiden Stile korreliert.
  • Hebelung: Durch die Verwaltung von Carry, Hedge und Relative Value in derselben Strategie können wir jederzeit die effektive Hebelung des gesamten Portfolios kontrollieren.
  • Strategische Allokation: Jeder der drei Stile hat Phasen, in denen er gut funktioniert, und solche, in denen er nicht funktioniert – wir halten es für besonders schwierig, durch das Timing dieser Zeiträume einen Mehrwert zu schaffen, und versuchen es daher nicht.
  • Dynamische Allokation: Obwohl das Market Timing notorisch schwierig ist, glauben wir, dass wir einen Mehrwert schaffen können, indem wir versuchen, durch dynamische Allokation über das gesamte Volatilitätsspektrum den jeweiligen Zeitpunkt für die teuersten Verkäufe und die billigsten Käufe zu finden.

Die unterschiedlichen Stile im Rahmen der Risikostreuung auf unterschiedliche Manager zu verteilen, kann zu Basis- und Leverage-Risiken führen. Durch die Kombination von Stilen können wir diese Probleme lösen, da wir sowohl den Carry- als auch den Hedge-Bereich verwalten und dadurch sowohl das Basis-Risiko als auch das Nettoengagement kontrollieren können.

Basis-Risiko: Viele Volatilität-Fonds bestehen aus einer einzigen Strategie. Daher kann die Kombination von zwei stark fokussierten, jedoch unterschiedlichen Managern ein erhebliches Basis-Risiko schaffen. Die Diversifizierung ist daher häufig nicht optimal, es sei denn, der Anleger ist in der Lage, in eine ausreichende Anzahl von Teilstrategien zu investieren.

Leverage-Risiko: Die zweite Herausforderung hängt mit dem effektiven Engagement zusammen. Anspruchsvolle Volatilitätsstrategien weisen in der Regel unterschiedliche Engagements auf, abhängig vom Preis der Volatilität, der Volatilitätskurve und der jeweiligen Sichtweise. Es ist daher nahezu unmöglich, die Positionen der Fonds effektiv zu dimensionieren, und das Nettoengagement kann leicht von Netto-Long auf Netto-Short wechseln, ohne dass die Gewichtungen im Portfolio angepasst werden.

Ausnutzung von Preisverwerfungen: Bei dem Versuch, Preisverwerfungen auszunutzen, ist es unerlässlich, das Verhalten jedes opportunistischen Trades zu verstehen und zu berücksichtigen, wie dieser sich in das gesamte Relative-Value-Portfolio einfügt. Einige Trades weisen eine positive, andere eine negative Korrelation zu Aktien auf, und einige sind lediglich Mean-Reversion-Trades. Insgesamt haben Relative-Value-Trades tendenziell ein sehr niedriges Beta zum Markt.

Es ist wichtig, viele unkorrelierte Trades im Portfolio zu haben, denn Verwerfung können lange andauern und immer weiter gehen als erwartet. Da Chancen durch Verwerfungen naturgemäß nur gelegentlich auftreten, weist das Relative-Value-Portfolio kein konstantes Marktengagement auf – deshalb ist es wichtig, es durch eine Carry-and-Hedge-Strategie zu ergänzen.

 

UNIGESTIONS VOLATILITÄTSBEZOGENE ANLAGE

 

ZUSAMMENFASSUNG DER VOLATILITÄTSSTRATEGIEN NACH STILEN

STRATEGISCHE ALLOKATIONDYNAMISCHE ALLOKATIONOPPORTUNISTISCHE ALLOKATION
Ziel:
Aufbau einer „wetterfesten“ Basis
Ziel:
Schnelle Anpassung an unterschiedliche Marktbedingungen
Ziel:
Investieren bei spezifischen kurzfristigen Gelegenheiten
Horizont:
Ein vollständiger Marktzyklus (1–3 Jahre)
Horizont:
Innerhalb des Marktzyklus (1–6 Monate)
Horizont:
Kurzfristig (1–12 Monate)
Art:
Systematisch
Art:
Systematisch + Fundamental
Art:
Fundamental


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